Typisch niederrheinische Weiden Die Lippe bei Wesel Die neue Weseler Rheinbrücke Der Willibrordi-Dom in Wesel Die neue Weseler Rheinbrücke Herbststimmung an der Xantener Nordsee Die Klosterkapelle auf dem Fürstenberg bei Xanten Herbststimmung an der Xantener Nordsee Nahaufnahme im Frühling Abendstimmung am Hafen Xanten Nahaufnahme im Frühling Spinnennetz im Morgentau Blick von der Sonsbecker Schweiz Richtung Sonsbeck

Ökumenische TelefonSeelsorge Niederrhein/Westmünsterland

Jahresbericht 2017/18 Kirchenkreis Wesel

Im Berichtzeitraum 2017/18 arbeiteten 98 Ehrenamtliche in der TelefonSeelsorge, die mit durchschnittlich 2,5 Diensten von vier Stunden den 24-Stundendienst sicherstellten. Durch das hohe Engagement und die Selbstverantwortung der Mitarbeitenden und Doppelbesetzung des 19 Uhr- Dienstes eine Abdeckung der Dienste von 115 % erreicht werden. Im Berichtzeitraum verließen vier Mitarbeitende aus unterschiedlichen persönlichen Gründen die TelefonSeelsorge. Im März 2018 wurden 13 neue Mitarbeitende in die Arbeit eingeführt.

Die TS-Stelle hat einen Einzugsbereich, der sich an der linken Rheinseite von Straelen bis Goch und Kleve entlang der niederländischen Grenze erstreckt. Rechtsrheinisch reicht sie von Emmerich über Bocholt, Borken und Wesel in südlicher Richtung bis nach Dinslaken. Ca. 30 Mitarbeitende kommen aus dem Bereich des Kirchenkreises Wesel. Dazu kommen z.Zt. zwei hauptamtliche Mitarbeitende (eine Pfarrstelle für die Leitung und eine halbe Stelle für die pädagogische Mitarbeiterin, die zu 90% vom Bistum Münster refinanziert wird), sowie zwei Sekretärinnen im Teilzeitbereich mit einem Stundenkontingent von insgesamt 24 Stunden.

Die TS versieht ihren Dienst 24 Stunden rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr. Ein Dienst dauert vier Stunden, einige Dienste sind doppelt besetzt. Die TelefonSeelsorge deckt mit 105 Stellen das gesamte Bundesgebiet ab. Vor 62 Jahren aus der Suizidprävention entstanden, hat sich die TelefonSeelsorge im Laufe der Zeit allen Themen menschlicher Not aufgeschlossen, wobei die Suizidprävention immer noch eine wichtige Rolle spielt. Unter dem Leitsatz: „Aus Worten können Wege werden“, versuchen wir gemeinsam mit den Anrufenden eigenständige Wege aus ihrer Krise heraus zu erarbeiten.

Unsere TS-Stelle erhält inzwischen mehr als 25.000 Anrufe pro Jahr aus der Region. Im Berichtzeitraum ist es nach mehrjährigen Verhandlungen auf der Bundesebene gelungen, die Anrufe auch aus den Mobilfunknetzen zu regionalisieren. Allerdings haben wir keine genauen Angaben über die Anrufenden. Daher schätzen wir die Anrufe aus dem Bereich des Kirchenkreises Wesel auf jährlich ca. 8000. Für den Kirchenkreis Wesel gibt es ein Seelsorgeangebot rund um die Uhr, was auch die Geistlichen vor Ort entlastet. Durch die TelefonSeelsorge erreicht der Kirchenkreis über das Telefon viele Gemeindeglieder, die am Gemeindeleben ansonsten wenig oder gar nicht teilnehmen. Der Kirchenkreis macht auf diesem Weg ein Angebot im Bereich der Suizidprävention, ist auf diesem Weg Ansprechpartner für chronisch psychisch kranke Menschen, Menschen in finanziellen Nöten, Kinder und Jugendliche, Männer und Frauen, alte und einsame Menschen, für die die TelefonSeelsorge oft die einzige Kontaktmöglichkeit darstellt, etc. Das Gesprächsangebot gilt auch Opfern und Tätern von (sexualisierter) Gewalt, die durch den Schutz der Anonymität auf beiden Seiten am Telefon, oft zum ersten Mal diese Themen ansprechen und so lernen können, sprachfähig zu werden, um sich gegebenenfalls an anderer Stelle unmittelbare Hilfe zu suchen.

Im September 2018 startete eine neue Ausbildungsgruppe mit 13 Personen.

Neben der Arbeit am Telefon spielt auch weiterhin die Arbeit der TelefonSeelsorge im Internet (TSI) eine bedeutende Rolle. Zehn ehrenamtliche Mitarbeitende begleiten Personen, die über einen Mail- kontakt Hilfe bei der TelefonSeelsorge suchen. Im Unterschied zur Arbeit am Telefon, wobei der Einmalkontakt die Regel ist, kommt es bei der TSI häufig zu Folgekontakten. Die speziell geschulten Mitarbeitenden begleiten Prozesse der Mailenden manchmal auch über einen längeren Zeitraum. Diese verantwortliche Tätigkeit bedarf einer besonderen Begleitung durch ein eigenes super- visorisches Angebot.

Weitere Informationen über unsere Stelle finden Sie außerdem unter der Webadresse www.telefonseelsorge-niederrhein.de.

gez. Pfarrer Dirk Meyer
(Leiter der TelefonSeelsorge Niederrhein/Westmünsterland)